50 Einsätze: Unwetter und Großbrand fordern Lehrter Feuerwehren den ganzen Montag

Löscheinsatz bei den brennenden Lkw bei der Großbäckerei Schäfers in Lehrte.
Foto: Stadtfeuerwehr Lehrte

Die Feuerwehren der Stadt Lehrte sind am heutigen Montag, 29. Juni 2026, bei insgesamt 50 Einsätzen gefordert gewesen. Neben zahlreichen Unwettereinsätzen beschäftigte vor allem ein Großbrand auf dem Gelände der Großbäckerei Schäfers in der Mielestraße die Einsatzkräfte bis in den Abend.

Am Morgen war das Stadtgebiet Lehrte von einer Gewitterfront getroffen worden. Um 7:35 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Immensen zum ersten Unwettereinsatz des Tages in die Straße In den Wilkensgärten gerufen. Dort sollte ein Keller unter Wasser stehen, zudem war zunächst von einer eingestürzten Wand die Rede. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte sich der Wassereintritt im Keller, eine eingestürzte Wand jedoch nicht.

In der Folge gingen zahlreiche weitere Notrufe ein. Stadtbrandmeister Hendrik Voges ließ daher um 7:51 Uhr wegen des wetterbedingt erhöhten Einsatzaufkommens den Stab in der Stadtfeuerwehrwache mit der Einheit „Information und Kommunikation“ (IuK) und „Einsatzleitung Ort“ (ELO) besetzen. Zusätzlich wurde der Einsatzabschnitt Ost im Gerätehaus Hämelerwald eingerichtet. Von beiden Standorten aus wurden zur Entlastung der Regionsleitstelle Hannover insgesamt 43 Unwettereinsätze in den Ortschaften Lehrte, Immensen, Sievershausen und Hämelerwald koordiniert.

Nachdem sich die Unwetterlage gegen 11 Uhr merklich entspannt hatte, wurde die First-Responder-Einheit der Ortsfeuerwehr Hämelerwald zu einem medizinischen Notfall nach Sievershausen alarmiert. Kurz darauf benötigte ein festgefahrener Krankentransportwagen in Lehrte die Hilfe der Feuerwehr.

Um 11:24 Uhr folgte die Alarmierung zu einem Feuer bei der Großbäckerei Schäfers in der Mielestraße in Lehrte. Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte eine große schwarze Rauchwolke erkennen. Daraufhin wurde Alarm für alle Feuerwehreinsatzkräfte der Stadt Lehrte ausgelöst.

Auf dem Betriebsgelände war ein Lkw in Brand geraten. Mitarbeiter hatten zunächst versucht, das Feuer mit Feuerlöschern zu bekämpfen. Gleichzeitig wurde die Feuerwehr telefonisch und über einen Druckknopf-Feuermelder alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen bereits vier Lkw direkt an der Verladerampe des Gebäudes in Vollbrand.

Da einige der Lkw gasbetrieben waren, kam es in der Anfangsphase des Einsatzes zum Bersten von Gasbehältern. Die Einsatzkräfte mussten sich deshalb immer wieder zur Eigensicherung zurückziehen. Trotz eines massiven Löscheinsatzes konnte nicht verhindert werden, dass sich das Feuer auf zwei weitere Lkw und einen Anhänger ausbreitete. Ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude konnte jedoch verhindert werden.

Für die benötigte Menge an Löschwasser wurden mehrere Schlauchleitungen über eine längere Wegstrecke verlegt. Während des Einsatzes mussten alle Beschäftigten die Bäckerei verlassen. Die Mielestraße wurde komplett gesperrt. Eine Gefahr für Lehrtes Einwohner durch den Brandrauch bestand nach Angaben der Feuerwehr nicht.

Nach dem Einsatz von Schaummittel konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den späten Nachmittag. Am Abend waren Kräfte der Ortsfeuerwehr Lehrte noch einmal zu einer Brandnachschau vor Ort, um mögliche wieder aufgeflammte Glutnester abzulöschen. Angaben zur Schadenhöhe liegen nicht vor. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.

Noch während des Einsatzes in der Mielestraße kam es im Stadtgebiet zu zwei weiteren Einsätzen. In Sievershausen war zunächst eine brennende Kühltruhe in einem Keller gemeldet worden. Diese Meldung bestätigte sich vor Ort nicht, allerdings stand der Keller unter Wasser.

In Ahlten kam es im Bereich der L 385 an der Einmündung zur Straße Am Rehwinkel zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw. Zunächst war gemeldet worden, dass noch Personen in einem Fahrzeug eingeschlossen seien. Da die Ortsfeuerwehr Ahlten mit allen Kräften beim Großbrand in Lehrte gebunden war, wurde die Ortsfeuerwehr Höver hinzugezogen. Vor Ort stellte sich heraus, dass niemand mehr in den Fahrzeugen eingeschlossen war. Die beiden Fahrer wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst versorgt. Die Feuerwehr Höver sicherte die Einsatzstelle gegen Brandgefahren ab und streute ausgelaufene Betriebsstoffe ab.

Um 17:25 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Lehrte schließlich in die Goethestraße gerufen. Dort war es nach einem Kurzschluss zu Rauchentwicklung und Brandgeruch im Bereich einer Kegelbahn gekommen. Die Einsatzkräfte kontrollierten den Bereich mit einer Wärmebildkamera. Da die Erkundung ohne Feststellung blieb, konnte der Einsatz beendet werden.

Insgesamt waren am Montag rund 135 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei bei 50 Einsätzen im Stadtgebiet Lehrte im Einsatz.

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