Lehrte will Pachtpreise anpassen

Die Stadt Lehrte befasst sich mit den Pachtverträgen für landwirtschaftliche Flächen und legt dazu eine Beschlussvorlage des Bürgermeisters vor. Vorgesehen ist, die Pachtpreise für Ackerland, Grünland und extensive Grünlandflächen zu verändern und die Vertragsbedingungen entsprechend anzupassen.

Die Stadt verpachtet nach den Angaben ihrer Verwaltung Acker- und Grünlandflächen vornehmlich an ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe. Im Verwaltungsausschuss war bereits am 15. Juni 2016 einer Vorlage zur Vereinheitlichung der Pachtpreise für Acker- und Grünflächen für den Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2026 zugestimmt worden. Nun sollen die Pachtpreise zum 1. Oktober 2026 erneut angepasst werden, und die Verträge sollen wieder eine Laufzeit von zehn Jahren bis zum 30. September 2036 erhalten.

Nach Angaben der Verwaltung liegen die derzeit geltenden Pachtpreise bei 450 Euro je Hektar für Ackerland und 200 Euro je Hektar für Grünland. Empfohlen wird, die Preise künftig auf 600 Euro je Hektar für Ackerland und 265 Euro je Hektar für Grünland festzulegen. Dies entspreche einer Erhöhung um etwa 33 Prozent. Die Verwaltung begründet die vorgeschlagene Anpassung unter anderem mit dem Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses der Grundstückswerte Hameln Hannover vom 4. März 2026, der Erläuterungskarte Nr. 8 Landwirtschaft zum Regionalen Raumordnungsprogramm 2016, einer Datenauskunft des Niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie von 2019 sowie mit gestiegenen Bodenrichtwerten und Pachtpreisen in umliegenden Städten und Gemeinden.

Für extensive Grünlandflächen gilt derzeit ein Pachtpreis von 50 Euro pro Pachtjahr, ohne Bezug zur Flächengröße. Künftig soll dieser Preis ab dem 1. Oktober 2026 auf 50 Euro je Hektar festgelegt werden. Die Verwaltung verweist darauf, dass die extensive Bewirtschaftung von Grünland mit geringem Einsatz von Dünger und Pflanzenschutz verbunden ist, zugleich aber wirtschaftliche Nachteile und geringere Erträge mit sich bringt. Nach den Angaben in der Vorlage betrifft die Anpassung derzeit fünf Pachtende.

In die neuen Verträge soll außerdem die Vorgabe zur Erteilung von SEPA Lastschriftmandaten für den Einzug der Pachtzinsen aufgenommen werden. Das soll nach Darstellung der Verwaltung das Forderungsmanagement der Stadtkasse erleichtern. Die Vorlage nennt zugleich, dass die langen Vertragslaufzeiten den Landwirten Planungssicherheit bieten und auch für mögliche Förderungen positiv zu bewerten seien. Als Beratungsfolge sind der Ausschuss für Haushalt, Wirtschaft, Liegenschaften und Feuerschutz am 23. Juni 2026 sowie der Verwaltungsausschuss am 24. Juni 2026 aufgeführt.

Ausführliche Informationen stehen in den Ratsunterlagen zur Verfügung: AllgemeinePachtbedingungen StandJuni2026 , Beschlussvorlage ohne Haushalt.

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