Die Badesee-Saison in der Region Hannover hat offiziell begonnen. Bis zum 15. September überwacht die Region Hannover regelmäßig die Wasserqualität der Badestellen.
In Niedersachsen sind nach Angaben der Region 274 Badestellen erfasst. Davon wurden 238 mit „ausgezeichnet“ bewertet, 27 mit „gut“ und sieben mit „ausreichend“. Kein Badegewässer wurde als „mangelhaft“ eingestuft. Zwei Badestellen wurden nicht bewertet, weil sie neu aufgenommen wurden oder wegen Baumaßnahmen nicht beprobt werden konnten.
Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt stellt mit dem Badegewässer-Atlas ein Online-Angebot bereit, über das sich Interessierte aktuell über mögliche Warnungen informieren können. „Das Landesgesundheitsamt stellt mit dem Badegewässer-Atlas ein Tool zur Verfügung, mit dem sich Interessierte tagesaktuell informieren können, ob Warnungen ausgesprochen sind. Das ist wichtig, weil sich die Situation vor Ort teils kurzfristig ändern kann – beispielsweise, wenn sich an Badestellen Blaualgen bilden“, sagt NLGA-Präsident Dr. Fabian Feil. Der Badegewässer-Atlas ist unter www.apps.nlga.niedersachsen.de/batlas/ abrufbar und enthält auch weitere Informationen zu den Badestellen, etwa zu Parkplätzen, Umkleiden oder sanitären Anlagen.
In der Region Hannover sind 23 Seen mit 25 EU-Badestellen gelistet, an denen gebadet werden darf. „Die Region Hannover bietet attraktive Badestellen und sichere Gewässer. Allein hier sind 23 Seen mit 25 EU-Badestellen gelistet, in denen gebadet werden darf. Das sorgt für erholsame Freizeitaktivitäten und Entspannung pur und genau deshalb sind die Naherholungsziele der Region bei den Einwohner*innen sehr beliebt“, sagt Erster Regionsrat Jens Palandt.
Während der offiziellen Badesaison kontrollieren Hygieneinspektoren mindestens alle 30 Tage die Wasserqualität an allen 25 EU-Badestellen in der Region Hannover. Der Fachbereich Gesundheit untersucht das Wasser bakteriologisch auf Intestinale Enterokokken und Escherichia coli. Die Proben werden im regionseigenen Labor ausgewertet. Vor Ort werden außerdem die Temperatur und der pH-Wert des Wassers gemessen.
„Außerdem prüfen die Hygieneinspektor*innen den See anhand der Sichttiefe auf mögliche Blaualgen, die zu vorübergehenden Einschränkungen des Badebetriebs führen können“, erklärt Dr. Andrea Wünsch, Leiterin des Gesundheitsamtes der Region Hannover. Treten vermehrt Blaualgen auf, wird vor dem Baden gewarnt oder bei größeren Ansammlungen eine Sperrung der Badestelle veranlasst. In solchen Fällen weisen Schilder direkt am See auf die Gefährdung hin. Zusätzlich veröffentlicht das Gesundheitsamt Verbote oder Warnungen im Bäderportal unter www.hannover.de/baeder.
Zur Saison 2026 sind nach EU-Richtlinie 21 Badestellen in der Region Hannover mit der Badewasserqualität „ausgezeichnet“ bewertet. Der Waldsee Hämelerwald und das Maschseebad sind weiterhin mit „gut“ eingestuft. Die Badeinsel im Steinhuder Meer hat sich von „ausreichend“ auf „gut“ verbessert. Die Badestelle Mardorf am Steinhuder Meer wurde dagegen von „ausgezeichnet“ auf „gut“ herabgestuft.
Aktuell besteht ein Badeverbot für den Großen Teich an den Ricklinger Kiesteichen in Hannover. Grund ist eine erhöhte Konzentration von Blaualgen im Wasser. Im Franzsee in Neustadt-Mandelsloh ist wegen des niedrigen Wasserstandes derzeit kein Badebetrieb möglich.
Zu den Badestellen in der Region Hannover gehören unter anderem der Altwarmbüchener See in Hannover und Isernhagen, der Birkensee in Laatzen, der Blaue See in Garbsen, der Hufeisensee und der Kirchhorster See in Isernhagen, der Irenensee in Uetze, der Maschsee in Hannover, der Springhorstsee in Großburgwedel, das Strandbad Hemmingen, der Waldsee Hämelerwald in Lehrte und der Waldsee Krähenwinkel in Langenhagen.
