
Mit einer stillen Gedenkminute und dem Niederlegen von Blumen hat die SPD-Abteilung Lehrte-Kernstadt am vergangenen Sonnabend, 11. April 2026, an die Befreiung des Zwangsarbeiterlagers „Ida“ erinnert. 81 Jahre nach dem 11. April 1945 versammelten sich Mitglieder und Interessierte an der Gedenkstele am Eisenbahnlängsweg.
Im Reichsbahnlager „Ida“ waren von 1942 bis 1945 Tausende Männer, Frauen und Kinder schutz- und rechtlos interniert und wurden durch Zwangsarbeit für die NS-Kriegswirtschaft ausgebeutet. Die Befreiung der Lagerinsassen erfolgte am 11. April 1945 durch die Alliierten.
Gemeinsam mit dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Michael Clement, der die Blumen niederlegte, setzte die SPD-Abteilung ein sichtbares Zeichen des Erinnerns.
„Wenn wir auf das Leiden der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter blicken, wird deutlich, wohin es führt, wenn Menschen entrechtet und nur noch nach ihrem Nutzen bewertet werden. Erinnerung ist deshalb keine Rückwärtsgewandtheit, sondern Voraussetzung für eine gute Zukunft“, betonte der Vorsitzende der SPD-Abteilung Lehrte-Kernstadt, Reent Stade.
Die SPD-Ratsfrau und Regionsabgeordnete Helga Laube-Hoffmann verwies auf die Forschungsarbeiten des Historikers Dr. Heiko Arndt zur Aufarbeitung des Zwangsarbeiterlagers in Lehrte. Einen besonderen Akzent setzte sie mit einem Faksimile einer Postkarte aus dem Lager „Ida“ – ein seltenes und eindrückliches Dokument.
