Ahlten weiht Gedenkstein für Opfer der Erschießungen vom 9. April 1945 ein

Der Ortsrat Ahlten lädt für kommenden Donnerstag, 9. April 2026, um 18 Uhr zur Einweihung eines Gedenksteins am Kurt-Grefe-Weg ein. Mit dem Gedenkstein soll an die Erschießungen vom 9. April 1945 erinnert werden. An diesem Tag wurden in Ahlten, zwei Tage vor der Befreiung durch die US-Armee, 16 Zwangsarbeiter erschossen.

Der Gedenkstein entsteht am Kurt-Grefe-Weg, der die Straße Zum Großen Freien mit dem Wiesengrund verbindet. Nachdem die Ereignisse durch die Veröffentlichung aktueller Forschungsergebnisse erneut ins öffentliche Bewusstsein gerückt seien, versteht der Ortsrat die Einweihung als weiteren Schritt des Gedenkens und der Mahnung. Bereits am Dienstag, 19. August 2025, hatte der Ortsrat zu den Ereignissen eine gemeinsame Resolution beschlossen. Am Mittwoch, 22. Oktober 2025, folgte ein Vortragsabend mit dem Historiker Dr. Arndt.

Mit der Errichtung des Gedenksteins unterstreichen die Mitglieder des Ortsrates nach eigenen Angaben parteiübergreifend die Bedeutung der Erinnerung an die Opfer sowie die Verantwortung für eine Zukunft ohne Hass, Gewalt und Ausgrenzung. Über einen am Stein angebrachten QR-Code sollen künftig weiterführende Informationen zu den Geschehnissen von 1945 abrufbar sein.

Bei der Gedenkveranstaltung sprechen Ortsbürgermeisterin Heike Koehler sowie Jens Jeitner, Timo Bönig und Michael Müller als Vertreter des Ortsrates. Auch Pastorin Louisa Pandera wird einen Beitrag leisten. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von den Ahltener Musikanten. Im Anschluss lädt der Ortsrat zu einem offenen Gedankenaustausch in das Feuerwehrgerätehaus Ahlten ein.

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