Die Region Hannover weist auf zwei Veranstaltungen der Gedenkstätte Ahlem im Mai 2026 hin. Auf dem Programm stehen ein Vortrag zur politischen Bildung nach 1945 und eine Lesung mit der Aussteigerin Heidrun Benneckenstein.
Am Donnerstag, 21. Mai 2026, spricht Dr. Tim Schanetzky um 19 Uhr im Haus der Region, Raum 602, an der Hildesheimer Straße 20 in Hannover zum Thema „Politische Bildung als Mittel der Demokratisierung der Deutschen nach 1945“. Der Eintritt ist frei. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, wie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs um die Demokratisierung der Deutschen gerungen wurde. Thematisiert werden unter anderem die alliierte Reeducation, Auseinandersetzungen im Kalten Krieg, die Zeit um 1968 sowie Entwicklungen bis in die Gegenwart. Schanetzky ist seit 2022 Inhaber einer Heisenberg-Stelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Demokratiegeschichte, die Geschichte des Kapitalismus und politische Ideengeschichte.
Am Sonntag, 31. Mai 2026, liest Heidrun Benneckenstein um 15 Uhr in der Gedenkstätte Ahlem an der Heisterbergallee 10 in Hannover aus ihrer Autobiographie „Ein deutsches Mädchen. Mein Leben in einer Neonazi-Familie“. Auch hier ist der Eintritt frei. Benneckenstein schildert darin ihren Weg aus einer rechtsextremen Familien- und Lebenswelt. Das Buch erzählt von ihrer Kindheit und Jugend in neonazistischen Strukturen, von paramilitärisch geprägten Lagern und Aufmärschen sowie von ihrem späteren Ausstieg aus der Szene.
Die Gedenkstätte Ahlem ist dienstags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 15 Uhr, freitags von 10 bis 14 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Montags, sonnabends und an Feiertagen bleibt sie geschlossen. An jedem ersten und dritten Sonntag im Monat wird um 14 Uhr eine öffentliche Führung durch die Dauerausstellung angeboten. Dafür wird um Anmeldung unter Telefon 0511/61623745 gebeten. Aktuelle Informationen gibt es unter www.gedenkstaette-ahlem.de.
