
Der DRK-Blutspendedienst ruft die Bevölkerung in der Region Hannover eindringlich zur Blutspende auf. Die Versorgung mit lebenswichtigen Blutpräparaten ist derzeit deutlich angespannt und könnte sich in den kommenden Tagen weiter verschärfen. Winterwetter, eine ausgeprägte Infektwelle und ein schwacher Start ins neue Spendenjahr treffen nach Angaben des DRK auf einen weiterhin hohen Bedarf in den Kliniken.
In den vergangenen Wochen mussten zahlreiche Blutspendetermine wegen Glätte und Schneefall kurzfristig abgesagt werden. Die dennoch durchgeführten Termine waren vielerorts deutlich schlechter besucht als üblich. Zusätzlich schließt die anhaltende Grippe- und Erkältungswelle viele potenzielle Spender vorübergehend aus. Bereits zum Jahresbeginn liegt das Spendenaufkommen daher unter dem notwendigen Niveau, was auch mit den zurückliegenden Feiertagen zusammenhängt.
Die Auswirkungen sind bereits spürbar. Die Lagerreichweite der Blutpräparate beträgt aktuell nur noch rund anderthalb Tage. Da Blutkonserven nur begrenzt haltbar sind und nicht auf Vorrat hergestellt werden können, wirken sich selbst kurze Phasen mit zu wenigen Spenden unmittelbar auf die Versorgung der Patientinnen und Patienten aus.
Der DRK-Blutspendedienst bezeichnet die Lage als ernst. Krankenhäuser seien täglich auf Blut angewiesen, etwa für Operationen, Notfälle, Krebstherapien oder die Behandlung chronisch kranker Menschen. Diese Versorgung dürfe nicht ins Wanken geraten. Blutspenden ließen sich nicht aufschieben, betont das DRK, denn was heute nicht gespendet werde, fehle bereits am nächsten Tag in den Kliniken. Eine nachhaltige Entlastung sei nur möglich, wenn kurzfristig deutlich mehr Menschen zur Blutspende bereit seien.
In Lehrte besteht dazu am Mittwoch, 21. Januar 2026, Gelegenheit. Der Blutspendetermin findet im historischen DRK-Gebäude in der Ringstraße 9 statt. Um Wartezeiten zu vermeiden und die Abläufe optimal zu gestalten, bittet das DRK um eine vorherige Anmeldung über die Internetseite des DRK-Ortsvereins Lehrte unter www.drk-lehrte.de.
Blut spenden kann jeder Mensch ab 18 Jahren, der sich gesund fühlt. Eine obere Altersgrenze besteht nicht mehr. Zum Termin ist ein Personalausweis oder Führerschein mitzubringen. Die eigentliche Blutspende dauert nur wenige Minuten und kann bis zu drei schwerkranken oder verletzten Menschen helfen. Wer unsicher ist, ob eine Blutspende möglich ist, etwa wegen der Einnahme bestimmter Medikamente, kann sich kostenfrei bei der Hotline des DRK-Blutspendedienstes unter Telefon 0800/1194911 beraten lassen.
